uvex safety group

Neues aus den Bereichen Gloves, Footwear und Eyewear

Nachhaltige Produkte aus den Business Units

uvex bietet Schutzprodukte von Kopf bis Fuß, Innovationen vom Helm bis zum Schuh. Und natürlich steht bei jeder neuen Produktentwicklung das Thema Nachhaltigkeit im Fokus. Innerhalb dieses nachhaltigen Produktsystems kommen regelmäßig neue Artikel hinzu. Wichtig ist uvex hierbei, dass diese Produkte und ihre Herstellung hohen Ansprüchen an einen verantwortungsvollen Umgang mit Mensch, Gesellschaft und Natur gerecht werden – und dennoch natürlich nichts an Schutzfunktion einbüßen.

Eyewear

Im Bereich Eyewear, historisch wohl die Kernkompetenz von uvex, ist die wichtigste Produktneuheit nicht nur leicht, rutschfest, kratz- und beschlagsicher, sondern eben auch: nachhaltig. Die uvex pheos nxt planet besteht zu insgesamt 12 Prozent aus recyceltem Material, auch bei Verpackung und Logistik setzt uvex auf umweltfreundliche Lösungen. Die neue FFP3-Atemschutzmaske uvex silv-Air 2310 planet bringt derweil Kopfbandhalterungen mit, die ausschließlich - also zu 100 Prozent - aus wiederaufbereitetem PP bestehen, das zum Beispiel aus Waschmaschinenwannen und anderen Teilen von Haushaltsgeräten stammt. 

Gloves

Ein herausragendes Beispiel aus dem Schutzhandschuhsortiment ist der uvex phynomic XG planet. Er besteht zu mehr als 50 Prozent aus nachhaltigem Material: Statt Polyamid-Fasern zu verwenden (wie beim uvex phynomic XG), setzt uvex bei der planet Variante auf Polyamid-Abfälle des Faserherstellers, sogenanntes Polyamid-Rezyklat. Durch den Einsatz dieses rezyklierten Materials sinkt der CO2-Fußabdruck merklich, nämlich um ganze 29 Prozent auf 0,22 Kilogramm pro Paar. Das stellt ein durchaus beträchtliches Einsparpotenzial dar, vor allem wenn man den Wert auf größere Stückzahlen hochrechnet. Das Produkt ist noch dazu qualitativ hochwertig und langlebig und senkt damit Abfälle und spart Rohstoffe ein. Die hohe Standzeit wird so schnell zu einem nicht zu unterschätzendem ökonomischen Faktor für Betriebe.

Footwear

Nicht nur die Hände, auch die Füße schützt uvex kompetent und nachhaltig, eine weitere Produktneuheit ist der neue uvex 1 x-craft planet, der sich in eine Range von Sicherheitsschuhen für Industrie, Logistik und Handwerk einfügt. Die integrierte flexzone im Vorfußbereich bietet maximale Flexibilität und kommt all denjenigen zugute, die im Knien oder in der Hocke arbeiten. Das funktionelle Sohlendesign bietet hier zuverlässig Komfort. Ohnehin ist die Sohlenkonstruktion rund um die abriebfeste TPU-Laufsohle mit zehn Prozent Recycling-Anteil ein echtes Highlight, denn uvex setzt hier auch auf das bewährte uvex bionom x Prinzip, das die essenziellen biomechanischen Funktionsweisen des Körpers mit denen des Schuhwerks verbindet und so eine harmonierende Einheit aus Mensch und persönlicher Schutzausrüstung schafft. In der Zwischensohle, die zu 15 Prozent aus recyceltem Granulat produktionseigener Überschüsse besteht, ist zudem die uvex i-PUREnrj planet Technologie integriert, die dem Träger oder der Trägerin eine optimale Energierückgewinnung bietet. Insgesamt weist das Produkt 30 Prozent Rezyklatanteil auf und mit einem CO2-Fußabdruck von knapp über 7 Kilogramm ist das der Beweis, dass Nachhaltigkeit in einem innovativen, technologisch hochwertigen Produkt umgesetzt werden kann.

GRI 301-2, 301-3

Maßnahmen am Standort Fürth

Installation einer Zentralen Materialversorgung
Mit der Installation einer hochmodernen Zentralen Materialversorgung im Bereich der Beschichtungsanlagen erfolgt die Förderung des Materials automatisch an die entsprechenden Produktionsanlagen. Damit entfällt das manuelle Handling von Materialsäcken und entlastet die Mitarbeiter in der Produktion. Die Förderung des Materials im geschlossenen System sorgt dafür, dass keine Schmutzpartikel während der Verarbeitung eingetragen werden, was die Produktqualität weiter verbessert. Besonders erfreulich ist die energetische Auswirkung. Durch die zentrale Material-Trocknungsanlage können die einzelnen Maschinentrockner entfallen, was zu einer Stromeinsparung von 128.000 KWh p.a. führt.

Weitere Aktivitäten

Austausch einer hydraulischen Spritzgießmaschine

Im Werk Fürth wurde eine hydraulisch angetriebene Spritzgießmaschine durch eine energetisch optimierte elektrische Spritzgießmaschine ersetzt. Damit können zum einen Zykluszeiten reduziert werden und zum anderen kann aufgrund der elektrischen Antriebe, Strom eingespart werden. Im Drei-Schichtbetrieb kann eine Jahreseinsparung von 60.000KWh verbucht werden. Ein positiver Nebeneffekt sind auch die reduzierten Lärmemissionen.

Dämmung einer komplexen Werkzeugform

Bei der Werkzeugform für unser Volumenmodell Cx2 wurden Dämmplatten konturgerecht angefertigt und alle freien Außenflächen gedämmt. Durch die Maßnahme konnte die Energie zum Beheizen der Form deutlich reduziert werden und 40.000 KWh Strom pro Jahr eingespart werden. Des Weiteren wird durch die Dämmung auch der Wärmeeintrag in die Halle reduziert, was sich positiv auf den Energieverbrauch bei der Klimatisierung der Halle auswirkt.

Abschaltung der Prozessklimatisierung in den Beschichtungs-anlagen bei längeren Stillstandzeiten

Zur Absicherung unserer Beschichtungsqualität in den Flutzellen, muss ein konstantes Prozessklima sichergestellt werden, was einen beträchtlichen Energiebedarf erfordert. Die Anlagen wurden nun so programmiert, dass längere Stillstandzeiten automatisch erkannt werden und dadurch die Prozessklimatisierung abgeregelt wird. Die erzielte Energieeinsparung pro Jahr liegt bei ca. 154.500 KWh.

Neues von Occupational Health

Die individuellen Schutzprodukte wie Schutzbrille mit Sehstärke, angepasster Gehörschutz Otoplastik oder Orthopädische Einlagen für uvex Sicherheitsschuhe werden nicht nur einige Jahre getragen und punkten durch ihre Langlebigkeit, sondern auch durch Einsparung der Einwegverpackung bei Auslieferung. Ein großes Beispiel hierfür ist der Verzicht von Stützscheiben der Fassungen, das sind  „Platzhalter“ Scheiben, die standardmäßig in Brillenfassungen eingebaut werden. Durch diesen Verzicht konnten wir in den letzten drei Jahren mehr als 2300 kg Plastik einsparen.

Auch die ersten Modelle einer planet Serie für Schutzbrille mit Sehstärke wurde erfolgreich auf der A+A 2023 vorgestellt. Der Gesamtanteil an Rizinusöl liegt bei 38% für die Fassungen.

Die Produktion von Gehörschutz Otoplastiken besticht durch hochmodernes 3D-Druckverfahren, das zum einen Material und Zeit einspart und durch die digitale Vorbereitung extrem geringen Materialausschuss erzeugt. Zudem werden Gehörschutz Otoplastiken ca. fünf Jahre getragen. 

Nachhaltigere Handschuhproduktion in Lüneburg

In der Handschuhproduktion in Lüneburg konnten im gesamten Beschichtungsprozess deutliche Verbesserungen für mehr Nachhaltigkeit erzielt werden. Im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr wurde die Menge an Pastenabfällen um über 50% reduziert. Möglich wurde diese deutliche Einsparung durch Investitionen in neue Prozesstechnik und damit verbundenen Fähigkeiten in der Mischerei und durch ein konsequentes Arbeiten an KVP Themen in der Handschuhproduktion. Dieser Erfolg zielt aber nicht nur auf die Nachhaltigkeit ab, sondern zahlt auch auf eine optimierte Materialnutzung und damit verbunden Kostenreduzierungen ein.

Projekt und Gastvortrag

Kooperation mit der FAU

Im Rahmen des Projektseminars im Wintersemester 22/23 wurde die Kooperation zwischen uvex safety und dem Lehrstuhl von Prof. Beckmann (FAU, Lehrstuhl für Corporate Sustainability, WISO) bereits zum zweiten Mal erfolgreich durchgeführt. Die Studierenden brachten dabei eine Vielzahl unterschiedlicher fachlicher Hintergründe mit, was eine breite und vielseitige Herangehensweise an die verschiedenen Nachhaltigkeits-Herausforderungen ermöglichte, die von verschiedenen Bereichen innerhalb der uvex group gestellt wurden. Die Kombination aus Wissenschaft, Innovation und Nachhaltigkeit erwies sich als hervorragende Symbiose, um die praxisrelevanten Herausforderungen effektiv anzugehen und wertvolle Ergebnisse für das Unternehmen zu erzielen.

Folgende Forschungsfragen wurden dabei bearbeitet:

uvex safety gloves – Wolfgang Hornberger: Wie sieht ein ressourcenschonender und kostenorientierter Rücknahmeprozess für Schnitthandschuhe aus?

uvex sports – Urban Plangger und Christoph Jahn: Cradle-to-Cradle: (Re-)Made in Germany

uvex Winter Holding – Susann Schubert und Marcel von Beaulieu Marconnay: Messbarmachung des Beitrags von uvex zum Schutz der Menschen, unter Berücksichtigung der SDGs und dem Vision Zero Ziel

uvex safety group – Verena Keller: Die Erarbeitung einer Kennziffer für Kreislaufwirtschaft

Darüber hinaus fand ein gemeinsamer Gastvortrag zum Thema Sustainability Management statt.

Mitgliedschaft Ellen MacArthur Foundation

Die Mitgliedschaft bei der Ellen MacArthur Foundation ist für die uvex safety group ein wichtiger Baustein zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Kreislaufwirtschaft. Einer von vielen Vorteilen der Mitgliedschaft ist, Teil eines internationalen Netzwerks von Organisationen zu sein, die sich aktiv für die Förderung der Kreislaufwirtschaft einsetzen. So erhalten wir Zugang zu wertvollem Wissen, Best Practices und innovativen Lösungsansätzen, die uns bei der Weiterentwicklung unserer Kreislaufstrategien unterstützen. Die Kombination unserer Mitgliedschaft in der Ellen MacArthur Foundation mit weiteren internen Entwicklungsprojekten und Know-how Aufbau hat es der uvex safety group ermöglicht, ihre Vision einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft weiter zu schärfen und konkrete Handlungsfelder zu identifizieren.

CDP (Carbon Disclosure Project) erfolgreich eingereicht

Mit der Teilnahme am CDP will die uvex safety group einen unmissverständlichen Standard in der PSA (Persönlich Schutzausrüstung)-Industrie setzen. Denn Nachhaltigkeit kann nur durch die klare Darlegung von Daten und die konsequente Implementierung von Verbesserungen im gesamten Unternehmensgefüge gelebt und erreicht werden. Nach Erhalt der Bewertung seitens des CDPs wird der Bericht vollständig öffentlich einsehbar sein.

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